Thomas Hengelbrock

“Ein Dirigent, der seinesgleichen sucht” (La Terrasse, Paris), zu- dem Forscher, Wissenschaftler, musikalisch-kreativer Freidenker und Regisseur – der Name Thomas Hengelbrock hat viele Facet- ten. In ihrer Gesamtheit verbinden sie sich zu einer der komplex- esten und spannendsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit.

Mit einer Neuproduktion von “Tannhäuser” debütierte er bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen. Seit September 2011 ist Thomas Hengelbrock Chefdirigent des traditionsreichen NDR Sin- fonieorchesters. Als Gründer und Leiter des Balthasar-Neumann-Chores und Balthasar-Neumann-Ensembles realisiert er inter- national gefragte Konzert- und Opernprojekte.

Thomas Hengelbrocks Interesse gilt der gesamten Bandbreite des Opern-Repertoires – von Barock-Raritäten wie “Il Giustino” von Giovanni Legrenzi oder “Niobe” von Agostino Steffani über Mozarts Opern, Bernsteins “West Side Story”, Strawinskys “The Rake’s Progress” bis hin zu Zeitgenössischem wie Dallapiccolas
“Il Prigioniero”.

Rigoros durchdringt Thomas Hengelbrock die damalige wie heutige Geisteswelt und das mit ihr verbundene Hörverständnis. Damit stellt er tradierte Interpretations- und Hörgewohnheiten kritisch in Frage, so z. B. mit seiner Lesart nicht nur von Mozarts und Haydns Opern, sondern auch von Rossinis, Bellinis und Verdis Opern auf historischen Instrumenten. Und die Presse applaudiert: “So kostbar hat man Bellinis Musik vielleicht noch nie gehört” (Opernwelt), “Spannender und intensiver lässt sich Mozart heutzutage schwerlich musizieren” (Bonner Generalanzeiger), “Erleuchtendes Dirigat” (AFP), “Betörend, dass einem der Atem stockt” (ZDF).